Feingoldpreis
Gold ist im Handel vorrangig in Barrenform oder als Anlagemünze erhältlich. Goldbarren werden von privaten Unternehmen gegossen, Goldmünzen von der Münzprägeanstalt der jeweiligen Zentral- oder Bundesbanken der ausgebenden Länder geprägt. Die Reinheit des Goldes, also der Feingehalt der Goldlegierungen, wird traditionell in Karat gemessen. Der höchste Feingehalt beträgt 24 Karat – die Legierung besteht dabei aus 99,9% Gold. Ein Feingehalt von 8 Karat entspricht einem Goldanteil von 33,3%. Goldbarren und Goldmünzen, wie z.B. die Britannia oder der kanadische Maple Leaf, weisen einen Feingehalt von 99,9% auf. Andere bekannte Goldmünzen, wie der südafrikanische Krügerrand, werden mit einer Reinheit von 22 Karat gegossen. Der Edelmetall-Legierung wird ein Kupferanteil hinzugefügt, der für den leicht rötlichen Farbton des Krügerrand verantwortlich ist. Aus Gold gefertigter Schmuck wird mit unterschiedlichsten Legierungen im Handel angeboten. Je höher der Karat-Wert, desto teurer ist der Schmuck. Als Wertanlage eignet sich Goldschmuck weniger, da dessen Werteinschätzung von subjektiven Faktoren abhängt. Der Preis von Goldbarren und Goldmünzen mit einem Feingehalt von 24 Karat wird weltweit einheitlich bestimmt und ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Das Angebot und die Nachfrage spielen eine wesentliche Rolle. Da Gold nicht beliebig vermehrt werden kann, sondern in Goldminen aufwändig gefördert wird, verliert es seinen Wert nie vollständig. Steigt in Krisenzeiten die Nachfrage nach Gold bei den Anlegern, steigt der Goldpreis. Erfahrungsgemäß korreliert der Goldpreis stark mit dem Rohölpreis. Auch die Zentralbanken können aufgrund ihrer hohen Vorräte an Goldbarren einen starken Einfluss auf den Feingoldpreis ausüben. Der Goldpreis wird traditionell in US-Dollar/Unze angegeben – eine Unze Gold entsprechen 31,1 Gramm.