Goldvorkommen
„Am Gold hängt, nach Golde drängt doch alles“, schrieb Goethe in seinem „Faust“ und traf dabei den Nagel sozusagen auf den Kopf. Seit jeher sind Menschen bestrebt, das gelbe Metall zu finden und abzubauen.
Wohin drängt’s aber nun heute, in einer Zeit, in der die Glanzzeiten der Goldgräber vorbei und reine Vorkommen des Goldes als Nuggets oder Goldstaub eher die Rarität sind?
Wegen der teilweise hohen Goldpreise wird heute auch schon Gestein lohnend abgebaut, in dem nicht mehr als ein Gramm Gold pro Tonne enthalten sind oder werden Minen betrieben, die sehr tief unter der Oberfläche liegen. Da Gold fast nie als „Reingold“ auftritt, besteht die Schwierigkeit darin, es vom Gestein zu trennen, in dem es enthalten ist.
Gold bildet sich entweder in tieferen Bereichen der Erdkruste oder an seiner Oberfläche, so genannte Goldseifen (Anreicherungen von Gold in Sand oder Kies).
Das mit Abstand größte Abbaugebiet von Gold liegt in Südafrika, im Witewatersrand unweit von Johannisburg. Zusammen mit den Goldvorkommen in den USA, Australien und Russland macht es fast die Hälfte des auf der Welt bergmännisch geförderten Goldes aus.
In Europa kommt Gold, gemessen an den internationalen Fördermengen, eher selten vor. Die größten Vorkommen finden sich in Rumänien. In Deutschland wurden bis vor ungefähr 100 Jahren Goldseifen an Isar, Donau, Rhein und Eder ausgebeutet.
Es gibt Versuche, mittels spezieller Waschanlagen, Gold aus dem Kies von Baggerseen zu gewinnen.
Die russische Goldproduktion wurde dank der Vorkommen im Gebiet Tschukotka im letzten Jahr fast um die Hälfte angehoben.