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Rohölsorten

Erdöl ist und bleibt der wohl begehrteste Rohstoff der Welt. Das Wohl und Wehe der weltweiten Wirtschaft hängt an dem schwarzen Gold. Allerdings gibt es eine Fülle verschiedener Rohölsorten, die sich in Qualität und Preis erheblich unterscheiden. Für den Konsumenten, der letztlich sein Auto betanken möchte, sind diese Unterschiede faktisch nicht wahrnehmbar; für die erdölfördernden Konzerne sind sie von elementarer Bedeutung.
Die verschiedenen Rohölsorten unterscheiden sich vor allem im Schwefelgehalt. Schwefelarme, so genannt leichte Öle sind weltweit besonders begehrt, da sich hieraus besonders hohe Anteile an Benzin gewinnen lassen. Ein weiterer Faktor ist die Lage des Rohstoffs. Die Kosten für die Ausbeutung von Ölvorkommen sind sehr unterschiedlich je nach Tiefe und Lage des Vorkommens, den klimatischen Gegebenheiten und mitunter auch nach der politischen Situation in den Fördergebieten.
Die Rohölsorten sind nach den jeweiligen Fördergebieten benannt: Die Sorte “Brent” etwa bezeichnet die Vorkommen in der Nordsee. Ebenso wichtig ist die Sorte “WTI” (West Texas Intermediate), die den amerikanischen Standard bildet.
Die OPEC hat eine Art “Warenkorb” aus sieben verschiedenen Rohölsorten gebildet, die gemeinsam den Weltmarktpreis bilden. Insgesamt etwa 30 Ölsorten werden derzeit gehandelt, wobei dem “Light Sweet Crude Oil”, zu dem auch Brent gerechnet wird, die höchste Bedeutung zukommt. Schweres Rohöl, das etwa vor Mexiko gefördert wird, ist deutlich billiger, allerdings dient es eher der Herstellung von Heizöl. Treibstoffe aus solchen Sorten lassen sich nur zu hohen Kosten gewinnen.