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Rohstoffzertifikate

Ein Engagement in Rohstoff verbinden noch immer viele Menschen mit einem physischen Investment, bei dem man den erworbenen Rohstoff irgendwie unterbringen/einlagern muss. Neben dem physischen Investment, welches beispielsweise bei Kupfer, Öl oder Weizen denkbar ungeeignet ist, bietet die Finanzbranche auch Möglichkeiten, sich indirekt in Rohstoffe zu engagieren.

Über verschiedene Rohstoffzertifikate können Anleger an der Wertentwicklung von Rohstoffen partizipieren, ohne dass der entsprechende Rohstoff wirklich gekauft werden muss. Dadurch ergeben sich Investmentchancen, die sonst nicht zur Verfügung stehen würden. Beispielsweise können Anleger so an der Entwicklung von Agrarrohstoffen, schweren Industriemetallen und Verbrauchsrohstoffen wie Öl oder Gas profitieren. Mit sogenannten Rohstoff Basketzertifikaten ist sogar ein Investment in einen ganzen Korb (Basket) von Rohstoffen möglich. Neben der eins-zu-eins Partizipation besteht auch die Möglichkeit mit Hebelzertifikaten überproportional von fallenden oder steigenden Kursen zu profitieren.

Im Gegensatz zu Rohstofffonds ist der Handel von Rohstoffzertifikaten ohne Ausgabeaufschlag möglich. Rohstoffzertifikate werden grundsätzlich über einen Börsenplatz ge- und verkauft. Vielfach ist auch der Handel im außerbörslichen Handel möglich. Auch Rohstoffzertifikate bringen allerdings als Anlagezertifikate natürlich ein gewisses Emittentenrisiko mit sich. Anders als bei Rohstofffonds, handelt es sich bei Rohstoffzertifikaten nämlich nicht um Sondervermögen der Gesellschaft. Stattdessen handelt es sich formal betrachtet um eine Schuldverschreibung, die im Falle einer Insolvenz des Emittenten behandelt wird, wie jede andere Forderung auch.